3. März 2014 - Überblick zum Thema Datensicherung

Was zu einem Backup alles dazugehört

Die Datensicherung gehört zu den am häufigsten genannten Maßnahmen im technischen Datenschutz. Trotzdem haben viele Unternehmen immer noch große Schwierigkeiten mit ihren Backups personenbezogener Daten.

Was-zu-einem-Backup-alles-dazugehört Lücken im Backup-Verfahren können erhebliche Mängel in der Datensicherung verursachen (Bild: Thinkstock/scyther5)

Datenschutz und Notfallplanung im Fokus

Laut dem Report „Internet-Sicherheit 2014“ von eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft halten 90 Prozent der befragten Unternehmen den Datenschutz für sehr wichtig oder wichtig, bei der Notfallplanung sind es immerhin noch 83 Prozent.

Man sollte also davon ausgehen, dass die Datensicherung und damit die Backups in den meisten Unternehmen schon lange in trockenen Tüchern sind. Schließlich gehört die Datensicherung zwingend zu der Notfallvorsorge und zur Verfügbarkeit personenbezogener Daten.

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Datensicherung bleibt schwierig

Betrachtet man aber zum Beispiel die Maßnahmen für den Datenschutz bei mobilen Endgeräten, zeigen Studien wie „Enterprise Mobility in Deutschland 2013“ von IDC, dass nur 41 Prozent der Unternehmen ein automatisches Backup der Daten für wichtig erachten, wenn sie die mobilen Geräte zentral verwalten. Doch gerade bei mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets besteht ein erhöhtes Risiko für Verlust und Diebstahl, gerade hier darf eine regelmäßige Datensicherung in kurzen, zeitlichen Abständen nicht fehlen.

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Machen Sie die Datensicherung zum Thema

Vielleicht trauen Sie sich kaum noch, die Frage „Machen Sie auch regelmäßig Backups?“ zu stellen, doch wagen Sie es trotzdem. Die Datensicherung muss ein zentrales Thema bleiben oder wieder werden, denn die Lücken bei den Backup-Verfahren sind beträchtlich. Bei Datenverlust ist dann oftmals die Verfügbarkeit der personenbezogenen Daten nicht mehr gewährleistet. Beim Thema Datensicherung und Verfügbarkeit können Sie auf die Unterstützung aus der IT-Sicherheit vertrauen, denn die Verfügbarkeit gehört ja neben Vertraulichkeit und Integrität zu den drei klassischen Schutzzielen der IT-Sicherheit.

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Verfahren zur Datensicherung unter die Lupe nehmen

Unvollständige oder ungenaue Vorgaben zum Backup-Verfahren können eine Ursache für Mängel in der Datensicherung sein:

  • So sollte geklärt werden, welche Daten aus welchen Datenquellen in das Backup einbezogen werden müssen, ohne die mobile Systeme oder die genutzten Cloud-Dienste zu vergessen.
  • Festgelegt sein muss auch, welche Datenbestände und Systeme wie oft und mit welcher Methode gesichert werden sollen.
  • Offen bleiben darf auch nicht, wo die Backups aufbewahrt und wie sie geschützt werden sollen.
  • Zu der Datensicherung sollte es eine eigene Policy geben, zudem sollte das Notfallhandbuch Auskunft über die Regelungen zur Datensicherung geben.
  • Nicht zuletzt gilt es, die Nutzer zum Thema Backups ausführlich zu schulen.

Nicht vergessen werden sollte, dass auch das Verfahren der Backups abgesichert werden muss, dass also zum Beispiel die Datenübertragung zum Backup-Server verschlüsselt sein sollte.

Backup-Lösung bei Prüfung nicht vergessen

Selbst die beste Richtlinie zur Datensicherung hilft aber wenig, wenn die eingesetzte Backup-Lösung die gewünschte Datensicherung nicht leisten kann. Deshalb sollte auch die Lösung zur Datensicherung selbst genau geprüft werden. Wichtig ist insbesondere, dass

  • die Backup-Funktion automatisierbar ist und im Hintergrund laufen kann,
  • eine Benutzerverwaltung mit Privilegiensystem verfügbar ist,
  • ein Protokoll über die Backups erstellt wird,
  • die Auswahl der zu sichernden Daten übersichtlich möglich ist,
  • eine Änderung der für das Backup ausgewählten Dateien bestätigt werden muss,
  • die Betriebssysteme aller zu sichernden Systeme unterstützt werden, auch die mobilen,
  • es eine Benachrichtigung über Backup-Probleme z.B. via E-Mail oder SMS gibt, und dass
  • es eine automatische Restartfähigkeit des Backup-Dienstes gibt, wenn es zu Problemen gekommen ist.

Oliver Schonschek
Oliver Schonschek ist Diplom-Physiker, IT-Fachjournalist und IT-Analyst.

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