27. März 2012 - Datenschutz-Unterweisung mit Grafiken

Visualisierung von Datenrisiken: In die Augen, in den Sinn

Personenbezogene Daten auf Smartphones lassen sich nur schützen, wenn den Nutzern die mobilen Datenrisiken wirklich bewusst sind. Grafiken und andere visuelle Darstellungen sind eine perfekte Abkürzung zum Bewusstsein und sollten deshalb Bestandteil jeder Datenschutz-Unterweisung sein.

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Einprägsame Grafiken sind eine ideale Unterstützung bei der Datenschutz-Unterweisung, um Mitarbeiter für Datenrisiken zu sensibilisieren (Bild: Thinkstock)

Risiken bewusst machen und nicht nur fürchten

Laut der State of Mobility-Umfrage von Symantec fürchten 67 Prozent der rund 6.300 befragten Unternehmen, dass Anwender Schadsoftware über mobile Geräte in das interne Netzwerk einschleusen. 65 Prozent der Befragten sehen Datenverlust als größtes Risiko bei mobilen Geräten. Gleichzeitig stufen aber mehr als 90 Prozent der mittelständischen Unternehmen den mobilen Datenzugriff als sehr wichtig ein, wie die Studie „IT-Perspektiven 2020 – Trendradar Mittelstand“ der Info AG zeigt.

Mobile Endgeräte müssen also abgesichert und die Nutzer für die mobilen Datenrisiken sensibilisiert werden. Noch sind die Datenrisiken durch Smartphones und Tablets nicht tief genug in das Bewusstsein der Nutzer vorgedrungen.

Visualisierung hilft bei der Sensibilisierung

Bei Ihrer Datenschutzunterweisung sollten Sie deshalb ausdrücklich auf mobile Datenrisiken eingehen. Dabei gibt es ein Problem: Einerseits sind Smartphones als Mini-Computer mit Telefonie-Funktion inzwischen beliebter als das klassische Handy. Andererseits glauben viele Anwender immer noch, dass ein Smartphone weniger bedroht sei als ein PC mit Internetverbindung.

Es wird also Zeit, den Anwendern die Augen zu öffnen für mobile Datenrisiken, im wahrsten Sinne des Wortes, und zwar durch die Visualisierung der Datenrisiken.

App zeigt aktuelle mobile Sicherheitsgefahren

Dafür gibt es bereits hilfreiche Werkzeuge, zum Beispiel eine Anwendung von Lookout Mobile Security. Die Android-App Mobile Threat Tracker zeigt auf dem Smartphone des Nutzers, wie es um die aktuellen Risiken im mobilen Internet bestellt ist.

Die App stellt unter anderem die mobilen Bedrohungen der vergangenen sieben Tage grafisch dar, wobei die Daten laut Anbieter stündlich aktualisiert werden. Zusätzlich werden jeweils die drei gefährlichsten mobilen Gefahren angezeigt und ihr Verhalten beschrieben.

Über eine solche App kann sich also der Nutzer überzeugen, wie riskant die mobile Internetnutzung wirklich ist.

Visualisierung nicht erst auf dem Endgerät

Die genannte App setzt allerdings voraus, dass der Nutzer die App auch startet und sich für die aktuelle Sicherheitslage im mobilen Internet interessiert. Viele Anwender sind jedoch noch gar nicht auf diesem Sensibilisierungsniveau. Die Aufklärung muss also schon früher anfangen, am besten bereits in Ihrer Datenschutz-Unterweisung. Aber auch dabei können Visualisierungen und Grafiken helfen.

Lassen Sie Bilder sprechen

Anstatt Textlisten mit den aktuellen mobilen Risiken auf Ihre Unterweisungsfolien zu bannen und Tabellen mit Zahlen zum Beispiel über die Zunahme der mobilen Schadsoftware zu bestücken, sollten Sie wo immer möglich mit Grafiken und visuellen Elementen arbeiten.


Download:


Mit Grafiken können Sie auch komplexe Informationen anschaulich darstellen. Diagramme zeigen zum Beispiel viel besser die Entwicklung der mobilen Schadsoftware als reine Tabellen.

Unterschiede zwischen den Bedrohungen für die verschiedenen mobilen Betriebssysteme wie Android oder Apple iOS werden in ihrer Dimension grafisch viel deutlicher als bei der Nennung reiner Zahlenwerte.

Erstellen Sie Ihre eigenen Info-Grafiken

Grafiken, die Informationen transportieren, sogenannte Info-Grafiken, setzen inzwischen viele Medien ein, in den Fernsehnachrichten, in gedruckten Nachrichtenmagazinen und in Wissensportalen im Internet. Auch für Ihre Datenschutz-Unterweisung sind Info-Grafiken bestens geeignet, auch um die zunehmenden Datenrisiken für mobile Endgeräte aufzuzeigen und über die Augen in die Köpfe der Anwender zu bringen.

Wie dies ohne viel Aufwand möglich ist, zeigt Ihnen das aktuelle Workbook „Sensibilisierung mit Info-Grafiken“ als Teil von Datenschutzunterweisung kompakt. Dort lernen Sie die Werkzeuge kennen, mit denen Sie aus unübersichtlichen Listen sprechende Grafiken machen können.

Oliver Schonschek
Oliver Schonschek ist Diplom-Physiker und Fachjournalist.

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