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9. Januar 2017 - Datenschutz-Management

Mitarbeiter-Befragung: Lücken im Datenschutz beheben

Wie steht es um den Datenschutz im Unternehmen? Fragen Sie doch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter! Eine Umfrage zum Datenschutz steigert das Bewusstsein der Mitarbeiter für den Datenschutz und deckt Lücken auf.

Datenschutzkonzept ist Grundlage der Datenschutzorganisation Fragen Sie doch einmal die Mitarbeiter direkt, um herauszufinden, wie es um den Datenschutz in Ihrer Organisation steht (Bild: Mazirama / iStock / Thinkstock)

Umfragen sind zweifellos ein Thema im Datenschutz. Denn so manches Mal gibt es Probleme mit dem Schutz der Teilnehmerdaten. Befragungen können dem Datenschutz und damit Ihnen als Datenschutzbeauftragtem aber auch helfen.

Wer eine Befragung durchführt, möchte zu bestimmten Fragen eine Antwort haben. Sie bringen jedoch darüber hinaus Themen in Erinnerung. Sie zeigen Interesse an der Meinung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielen auf diese Weise Einsichten, die sonst verborgen bleiben würden.

Datenschutz-Umfragen sind wichtig

Der Datenschutz ist ein Top-Thema für die Medien geworden. Aktuell finden viele Befragungen in Unternehmen statt: Was wissen sie über die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)? Wie sehen ihre bisherigen Vorbereitungen aus? Wie schätzen sie ihre Datensicherheit bei der steigenden Bedrohungslage ein, um nur einige Beispiele zu nennen.

  • Wie sieht es damit in Ihrem Unternehmen aus? Was wissen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu?
  • Wo bestehen Lücken im Wissen, die Sie in Ihrer nächsten Datenschutz-Unterweisung schließen?

Machen auch Sie eine Datenschutz-Befragung

Folgen Sie den Beispielen und führen Sie selbst eine Umfrage zum Datenschutz durch. Sie muss anonym sein, um keine geschönten, sondern tatsächlich hilfreiche Antworten zum Stand des Datenschutzes in Ihrem Unternehmen zu erhalten.

Besprechen Sie Ihre Datenschutz-Befragung mit der Mitarbeitervertretung. Sie kann Sie bei der Durchführung unterstützen, etwa dazu aufrufen, an der freiwilligen Umfrage zum Datenschutz teilzunehmen.

Was gehört in den Fragenkatalog?

Als Download finden Sie hier für Sie vorbereitetes Muster für eine anonyme Mitarbeiter-Befragung:


Download: Muster für eine Mitarbeiter-Umfrage


Die Antworten auf diese Fragen geben Ihnen wichtige Einblicke in den Datenschutz in Ihrem Unternehmen. Überlegen Sie, ob Sie weitere Punkte haben, die Sie gern beleuchten würden.

Zentral für eine Mitarbeiterbefragung sind zum Beispiel folgende Fragen:

  • Wie präsent ist das Thema Datenschutz im Unternehmen?
  • Wie verständlich sind die Unterweisungen?
  • Wie steht es um die Kenntnisse zur Verschlüsselung und zum Viren-Schutz?
  • Wissen die Mitarbeiter, wer betriebliche(r) Datenschutzbeauftragte(r) ist und wie sie sie/ihn erreichen?
  • Was ist an Wissen zum Selbstdatenschutz vorhanden?
  • Wie ist der Kenntnisstand zu den Datenschutz-Richtlinien und zu neuen Themen wie Datenschutz-Grundverordnung, Privacy Shield, Risiken bei Apps oder Gefahren in der Cloud?

Umfrage-Ergebnis zeigt weiteren Schulungsbedarf

Ermitteln Sie nach der Umfrage, bei welchen Fragen besonders häufig die Antwort „Nein“ kommt. Das zeigt, wo Schulungsbedarf besteht.

Denken Sie bei der Auswertung der Mitarbeiter-Befragung daran, dass Ihr Ziel ist, den Datenschutz zu verbessern. Mögliche Schwachstellen sind keine persönliche Verfehlung Ihrerseits und keine Kritik an Ihrer Arbeit.

Nutzen Sie vielmehr die Chancen, die in einer anonymen Befragung liegen: Sie haben nun die Möglichkeit, gezielt den Datenschutz in Ihrem Unternehmen zu stärken.

Oliver Schonschek
Oliver Schonschek ist Diplom-Physiker und Fachjournalist.

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