31. Juli 2008 - Immer mehr Unternehmen setzen RAID-Systeme ein

Datenverlust vermeiden mit RAID-Systemen

Die absolute Horrorvorstellung der meisten Computernutzer und IT-Mitarbeiter ist ein Datenverlust. Um diesem so gut wie nur möglich vorzubeugen, setzen immer mehr Unternehmen sogenannte RAID-Systeme ein. Aber was genau sind eigentlich RAID-Systeme und wie tragen sie zur Datensicherheit bei?

Datenschutzkonzept ist Grundlage der Datenschutzorganisation (Bild: Mathias Rosenthal / iStock / Thinkstock)

RAID ist die Abkürzung für „redundant array of independent disks“. Bei dieser Technik werden mehrere physische Festplatten zu einem logischen Laufwerk organisiert. Das erhöht die Datensicherheit, da bei einem Ausfall einer einzelnen Festplatte die Daten noch auf den anderen gespeichert sind.

Für RAID-Systeme existieren verschiedene „Levels“, die unterschiedlich sicher sind:

Level RAID 0: Zusammenschuss mehrerer Festplatten, wobei die Daten auf die Caches der Festplatten verteilt werden. Hier gibt es allerdings keine Redundanz – fällt eine der Festplatten aus, so ist eine Datenrettung nicht mehr möglich, da die Teildaten der defekten Festplatte zur Rekonstruierung fehlen.

Level RAID 1: Spiegeln der Daten auf eine weitere Festplatte. Hier liegt nun eine Redundanz vor – fällt eine der Festplatten aus, kann die Datenwiederherstellung mit Hilfe der zweiten redundanten Festplatte vorgenommen werden, dies muss unbedingt so schnell wie möglich geschehen, denn sobald auch die zweite Festplatte ausfällt, sind die Daten verloren.

RAID 5 wird am häufigsten eingesetzt

Level RAID 5: Hier werden die Daten auf alle vorhandenen Festplatten verteilt – es werden mindestens drei benötigt. Auch die Paritätsinformationen werden verteilt gespeichert. Hierdurch entsteht einerseits Redundanz, aber als willkommener Zusatzeffekt auch Geschwindigkeitszuwächse. Deswegen ist RAID 5 das aktuell am häufigsten genutzte System. Auch in diesem gilt: Die Datensicherung muss nach dem Defekt so schnell wie nur möglich vorgenommen werden, da das System den Ausfall einer weiteren Festplatte nicht verkraften würde.

Level RAID 6: Raid 6 funktioniert grundsätzlich wie RAID 5, allerdings werden jetzt zwei Fehlerkorrekturwerte berechnet und verteilt gespeichert, wodurch eine Datenwiederherstellung sogar nach dem Ausfall zweier Festplatten möglich ist. Im Gegensatz zu RAID 5 ist das System nicht sehr weit verbreitet.

Kombinierte Systeme

Darüberhinaus gibt es auch Systeme, die eine Mischung zweier RAID-Systeme darstellen. Diese sollen die Datenwiederherstellung vereinfachen und die Systeme noch sicherer machen. Das beliebteste dieser Systeme ist RAID 10 – eine Kombination aus RAID 0 und RAID 1 – hier werden zwei Platten genutzt, die wiederum von zwei weiteren Platten gespiegelt werden.

Kerstin Becker

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