Ratgeber
/ 20. Juli 2026

Falsche Online-Shops erkennen

Auf der Suche nach vermeintlichen Schnäppchen fallen Käufer im Internet immer wieder auf Fake-Shops, also gefälschte Online-Shops herein. Im Jahr 2024 sollen etwa 300.000 Nutzer Opfer solcher Shops geworden sein. Schulen Sie doch einmal zu diesem praktischen Thema!

Um Kunden zur Bestellung zu verleiten, kopieren Kriminelle oft Internetseiten bekannter Online-Shops. Dabei ändern sie die Domain geringfügig. So fügen sie etwa ein zusätzliches Zeichen ein oder ersetzen die Endung „.de“ durch eine andere Endung. Diese Änderungen fallen beim flüchtigen Hinsehen nicht auf. Gütesiegel für sichere Shops kopieren sie einfach von anderen Websites und fügen sie in die gefälschte Shop-Website ein, sodass die äußere Aufmachung des Shops seriös wirkt.

Teils aktivieren Kriminelle auch gekündigte Websites anderer Betreiber wieder. Danach noch schnell die angeblich zu verkaufenden Produkte einstellen und die Zahlungsmethoden einrichten – fertig ist der Fake-Shop!

Auch bei der Amazon-Plattform „Marketplace“ können Kriminelle Shops übernehmen. Für Kontakte mit dem potenziellen Käufer erfolgt die Umleitung auf Amazon-externe Kommunikationswege sowie die Zahlung über einen Finanzagenten auf ein meist ausländisches Konto.

Risiken für Verbraucher

Wenn Verbraucher auf Fake-Shops hereinfallen und dort bestellen, erhalten sie entweder gar keine Ware, minderwertige Waren oder sogar gefälschte Produkte. Letzteres kann zu einer Beschlagnahme durch den Zoll führen. Selbst bei Rücksendungen der Ware ist es meist schwierig, bereits getätigte Zahlungen rückabzuwickeln.

Das größte Risiko besteht aber für die personenbezogenen Daten einschließlich der Zahlungsdaten. Denn Kriminelle nutzen diese oft, um sich die Identität des Verbrauchers anzueignen zwecks weiterer betrügerischer Machenschaften. Es kann auch passieren, dass sie diese Daten zum Anlegen eines n…

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