Datenschutz PRAXIS Urteile

Finger weg von heimlichen Aufzeichnungen!

Dr. Eugen Ehmann, Jurist und Datenschutz-Experte


Dr. Eugen Ehmann, Jurist und Datenschutz-Experte

Liebe Leserin, lieber Leser,

nicht immer ist es der „böse“ Arbeitgeber, der seine unschuldigen Mitarbeiter heimlich überwacht. In Zeiten von Smartphone & Co. tun sich auch Arbeitnehmer leicht, etwa unbemerkt vertrauliche Gespräche mitzuschneiden. Empfehlenswert sind solche Methoden allerdings nicht gerade.

Und das gilt für beide Seiten. Denn greift der Arbeitgeber doch einmal zu einer heimlichen Überwachung, stehen die Chancen, Schadensersatz zugesprochen zu bekommen, oft ganz gut.

Mit den besten Wünschen
Dr. Eugen Ehmann



Aufzeichnung eines Personalgesprächs mit dem Smartphone

Ein Vorgesetzter bittet Sie zu einem Personalgespräch. Es geht darum, dass Sie immer wieder länger wegen Krankheit ausgefallen sind. Den Vorgesetzten kennen Sie bisher nicht persönlich. Schon deshalb ist Ihnen nicht ganz wohl. Zur Sicherheit nehmen Sie das Gespräch deshalb heimlich mit Ihrem Smartphone auf. Eine gute Idee, denn so können Sie später nachweisen, was genau gesagt worden ist? Oder ein gefährlicher Unfug, der Ihnen mächtigen Ärger einbringen wird? Lesen Sie, was das Landesarbeitsgericht Mainz von solchen Aktionen hält.


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Heimliche Videoüberwachung von Arbeitnehmerin unzulässig

Als Sekretärin der Geschäftsleitung arbeitete die Klägerin rund sieben Monate im Unternehmen, als es nach Meinungsverschiedenheiten mit ihrem Chef zum Krankheitsausfall kam. Der Chef misstraute den Krankschreibungen und beauftragte einen Detektiv mit der Observation der Sekretärin. Dieser beobachtete sie u.a. beim Besuch eines Waschsalons, woraufhin ihr fristlos gekündigt wurde. Dagegen wandte sich die Sekretärin und forderte u.a. Schmerzensgeld wegen der heimlichen Videoüberwachung.

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Fit für die DSGVO



7.000 Euro Entschädigung wegen Videoüberwachung

Wenn sich der Arbeitgeber um die Sicherheit seines Büros und seiner Angestellten sorgt, liegt es nahe, durch die Installation einer Videokamera zumindest für eine gewisse Abschreckung zu sorgen. Allerdings werden dadurch nicht nur potenzielle Angreifer abgeschreckt, sondern auch Mitarbeiter eingeschüchtert. Das rechtfertigt nach einem Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts eine Entschädigung von 7.000 Euro wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts.

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