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/ 09. August 2022

Saugen, wischen, Daten sammeln: Saugroboter und Amazon

Spionieren Saugroboter Wohnungen aus? Zumindest sammeln sie viele Daten – und deshalb halten Datenschützer sie schon lange für heikel. Nun könnten sie zum echten Problem werden, denn der Internetkonzern Amazon will iRobot kaufen, den führenden Hersteller von Roboterstaubsaugern. Dabei geht es wohl auch um die Daten von Millionen Kunden in aller Welt.

Smarte Helfer sind echter Verkaufsschlager

Sie können staubsaugen, feucht wischen und haben sich auch in Deutschland zum echten Verkaufsschlager entwickelt: Saugroboter.

Zusammen mit Mährobotern und anderen smarten Anwendungen – von der Türklingel über die Alexa-Box bis zum Fernseher – machen sie das Leben vieler Menschen leichter.

iRobot will an Amazon verkaufen

„Wir brauchen Roboter, damit die Menschen länger selbständig leben können“, sagte Colin Angle, der Chef von iRobot, schon vor einigen Jahren der Süddeutschen Zeitung.

Nun will er – laut einem aktuellen Bericht der Süddeutschen Zeitung – seine Firma für 1,7 Milliarden Dollar an den Internethändler Amazon verkaufen.

Kartellbehörde prüft den geplanten Deal

„Wir glauben, dass in fünf bis zehn Jahren jeder Haushalt mindestens einen Roboter besitzen wird, der eine zentrale Rolle im täglichen Leben spielt“, zitiert die Süddeutsche Zeitung Dave Limp, den Leiter der Gerätesparte von Amazon.

Der Markt ist also äußerst attraktiv – und hat die US-amerikanische Kartellbehörde FTC auf den Plan gerufen. Sie prüft den geplanten Deal aktuell in einem vertieften Verfahren.

Datenschützer warnen vor Spionage

Während es der FTC um die Marktkonzentration geht, warnen manche Datenschützer sogar vor Spionage. Sie weisen darauf hin, dass gute Saugroboter sich mit Kameras, Laser und Sensoren im Raum orientieren. Dadurch kennen sie die Grundrisse der Wohnungen und können jede Menge private Daten sammeln.

Amazon verspricht Schutz der Daten

Amazon verspricht laut Medienberichten jedoch, die Daten seiner Kunden zu schützen – und sie auch nicht an Dritte zu verkaufen.

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Elke Zapf