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26. Februar 2020

Multimedia-Forensik: Detektivarbeit auf Pixeln

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Multimedia-Forensik: Detektivarbeit auf Pixeln
Bild: iStock.com / clu
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Von Fake News und Deep Fakes
Wie aussagekräftig ist ein Fotobeweis im Zeitalter schlauer Bild- und Videobearbeitungsprogramme? Multimedia-Forensiker erforschen Methoden, um Ursprung und Echtheit solcher Daten zu ermitteln.

Softwarepakete zur Bild- und Videobearbeitung haben die Einstiegshürde deutlich gesenkt. Mittlerweile können auch Heimanwender glaubwürdige Bildcollagen erstellen.

Und der rapide Fortschritt in der Computergrafik sowie im maschinellen Lernen macht es möglich, Gesichter in Videos mit überschaubarem Aufwand zu verändern.

Der Fortschritt eröffnet eine Bandbreite von neuen Möglichkeiten für Kreative. Es steht andererseits aber die Frage im Raum, wie sich ein Bild oder Video verifizieren lässt – und wie sich damit im Zweifelsfall der abgebildete Sachverhalt belegen lässt.

Wer benötigt Echtheitsprüfungen von Multimediainhalten?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit etwa fünfzehn Jahren das junge Forschungsfeld der Multimedia-Forensik.

Sie erdenkt forensische Methoden, um einerseits ein Bild oder ein Video einem Aufnahmegerät zuordnen und um andererseits feststellen zu können, ob und wo der Inhalt bearbeitet wurde.

Diese forensischen Methoden sind für verschiedene Anwendergruppen interessant:

  • In den Anfangsjahren stand im Vordergrund, Polizei und Strafverfolger zu unterstützen.
  • Seit sich Smartphones, soziale Medien und Online-Journalismus sprunghaft verbreitet haben, hat sich die Verifikation von Multimedia-Inhalten auch für Journalisten zu einem hochrelevanten Thema entwickelt.
  • Eine weitere potenzielle Anwendergruppe sind traditionelle Unternehmen, bei denen ein Teil der Wertschöpfungskette auf Bild- oder Videodaten beruht. Ein Beispiel hierfür ist die Vergabe von Kleinkrediten. Dafür müssen Unternehmen elektronisch eingereichte Lohnabrechnungen auf …
Dr. Christian Riess
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Verfasst von
Christian Riess
Dr. Christian Riess
Dr. Christian Riess forscht seit 2008 in dem Feld Multimedia-Forensik. Aktuell leitet er die Gruppe Multimedia Security am Lehrstuhl für IT-Sicherheitsinfrastrukturen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
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