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WorldFIP

In der europäischen Norm EN 50170, Teil 4, spezifiziertes Feldbussystem, das auf den in Frankreich im Rahmen der Normenreihe NFC NFC 46602 ff entwickelten Feldbus FIP (Flux d'Information) zurückgeht.

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Der Unterschied zum FIP liegt in dem neu definierten physikalischen Bussystem (IEC-1158-2) der WorldFIP-Spezifikation.

IEC-1158-2 sieht für das WorldFIP eine drahtgebundene Übertragung in vier Varianten vor:

Voltage Mode bei 31,25 kbit/s: STP-Buskabel (Shielded Twisted Pair), Leitungssignal im gleichstromfreien „Manchester Biphase L“ mit Systemtakt codiert. Stromversorgung (Gleichstrom) der Busstationen über Buskabel möglich, entweder über ein separates Adernpaar oder über die Datenleitung. Innerhalb bestimmter Grenzen sind wahlweise echte Bus- als auch Baumtopologien installierbar.

Voltage Mode bei 1,0 Mbit/s: Ähnlich der vorgenannten 31,25 kbit/s-Variante, jedoch ausschließlich in reiner Bustopologie mit einer maximalen Kabellänge von 750 m bei maximal 32 Stationen.

Current Mode bei 1,0 Mbit/s: Alternativkonzept mit - sofern Busspeisung gewünscht - Wechselstrom-Stromversorgung der Busstationen über die Datenleitung. Maximale Kabellänge ca. 750 m bei maximal 32 Stationen.

Voltage Mode bei 2,5 Mbit/s: Vergleichbare Eigenschaften wie beim Voltage Mode mit 1,0 Mbit/s, jedoch mit nur maximal 500 m Kabellänge bei maximal 32 Stationen.

Neben diesen Festlegungen ist auch noch die Übertragung mittels Lichtwellenleiter (LWL) in EN 50170 definiert. Hierzu sind diverse Varianten in den Bitraten 31,25 kbit/s, 1,0 Mbit/s und 2,5 Mbit/s, teilweise auch in Zweifaserbetrieb, spezifiziert. Durch die Verwendung aktiver Sternkoppler lassen sich die für optische Systeme typischen Sternstrukturen aufbauen. Die Kommunikationssteuerung in der Sicherungsschicht (Data Link Layer, Schicht 2) basiert auf dem zentralen Aufrufbetrieb. Die Zentralstation, der Bus Arbitrator, fordert dazu die angeschlossenen Busstationen nacheinander mit adressierten Sendeaufrufen dazu auf, bestimmte Daten in Form sog. Telegramme auf den Bus zu senden, die dann von allen anderen Stationen, die daran interessiert sind, gelesen werden können. Zur Anwendungsschicht (Application Layer) hin stellt die Sicherungsschicht zwei Arten von Schnittstellen zur Verfügung: Die A/P (Aperiodical/Periodical) genannte Schnittstelle spezifiziert Dienste, die für den periodischen und aperiodischen Austausch von Variablen zuständig sind, während die Schnittstelle mit der Bezeichnung MSG (Message) die Übertragung von Nachrichten, vorzugsweise für Konfigurationszwecke, gestattet. In der Anwendungsschicht von FIP/WorldFIP finden die beiden Schicht-2-Schnittstellen A/P und MSG ihre direkte Entsprechung in den Diensten des MPS (Manufacturing Periodical/Aperiodical Services) und des SUB-MMS (Subset Manufacturing Message). Dabei gibt es keine Querverbindungen zwischen SUB-MMS und A/P bzw. MPS und MSG.

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